Selim Karawanserei

Kamele und Maultiere müssen hier wahrlich auf ihre Kosten gekommen sein! Die Selim Karavanserei ist ein herausragendes Beispiel der armenischen weltlichen Architektur des Mittelalters.  

Sie erinnert daran, dass hier im Mittelalter eine wichtige Handelsstrasse vorbeiführte, welche Süd und Nord, die arabisch-persische Welt mit den Ländern des Kaukasus verband. 

Eine persische Inschrift an der Aussenseite wie auch eine unauffälligere armenische auf der Innenseite des Eingangstympanons geben Auskunft über den Bauherrn, den Prinzen Tschesar Orbelian, und das Erbauungsjahr 1332. Dies ist ein Hinweis auf die unterschiedliche Nationalität der Benutzer, aber auch auf die Achtsamkeit der Besitzer. Bei dieser Anlage handelt es sich um einen langen, gewölbten Saal, der durch ein kleines Gebäude verlängert wird. Über dem Tor dieses Vorbaus befindet sich ein kegelförmiges Tympanon, das mit Stalaktiten und Inschriften seldschukischer Herkunft verziert ist. Auf beiden Seiten des Portals, über den seitlichen Konsolen, bewachen ein Stier und eine Chimäre, aus grauem und orangenem Vulkangestein gehauene Hochreliefs, den Eingang der Karawanserei.

Im Gebäude selbst dürften nur Menschen untergebracht worden sein, während man die Tiere draussen anpflockte.