Sewanawank

Die erste Klosteranlage aus der Zeit Gregors des Erleuchters wurde bei der arabischen Invasion zerstört. Der Bau des Klosterkomplexes wurde von der Fürstin Mariam Bagratuni, der Tochter des armenischen Bagratidenkönigs Aschot I des Grossen, gefördert. 

Die Bauwerke des heute noch stehenden Klosterkomplexes auf der ehemaligen Insel (heute eine Halbinsel) wurden in der postarabischen Renaissance errichtet (871 - 874).

Von der einstigen Pracht sind nur noch zwei einander sehr ähnliche Kirchen übriggeblieben: die Apostlekirche und die Muttergotteskirche. Der Rest wurde im Jahr 1930 von den Sowjets zerstört.

Beide Kirchen sind Drei-Konchen-Anlagen: die drei Konchen, also halbrunde gleich grosse Apsiden an den Seiten eines (einbeschriebenen) Quadrates oder Rechtecks werden so zueinander gesetzt, dass sich im Grundriss die Form eines Kleeblattes ergibt, weshalb diese Lösung auch „Kleeblattchor” genannt wird (Einer der berühmtesten Trikonchos ist der justinianische Umbau der Geburtskirche in Bethlehem gegen Ende des 5. Jh.).