Schengawit

Schengawit ist eine seit Menschengedenken besiedelte Kleinstadt, von deren Alter die hier zu Tage beförderten bronzezeitliche Funde ein beredtes Zeugnis ablegen. Heute zählt der Ort zu den berühmtesten Ausgrabungsstätten Armeniens.

Archäologen entdeckten Befestigungsmauern aus unbehauenem Stein, die die Siedlung einst umgeben haben müssen, und einen unterirdischen mit Steinplatten ausgelegten Gang, der zum Fluss Hrazdan führt. Es gilt als gesicherte Erkenntnis, dass diese Stätte während vier verschiedener Perioden besiedelt war, die vom 4. bis zum Beginn des 2. vorchristlichen Jahrtausends einander ablösten.

Scherben von Schalen, Krügen und anderen Behältern wurden im Laufe der archäologischen Ausgrabungen ans Tageslicht befördert. Die Entdeckung von beinernen Werkzeugen – Nadeln, Spinnrocken, Pfeilspitzen – lässt darauf schliessen, dass Viehzucht und Spinnen in dieser Gegend in hohem Grade entwickelt waren. Diese Fundstücke sind in der Nähe der Ausgrabungsstätte im kleinen Museum von Schengawit ausgestellt.