Tsitsernakaberd, Völkermord-Gedenkstätte

Hoch auf dem Hügel Tsitsernakaberd, übersetzt etwa Schwalbenfestung, gegenüber dem Berg Ararat, hat man einen überragenden Blick auf die Hauptstadt. Auf diesem Hügel wurde der Denkmalkomplex zum Gedenken der Opfer des Völkermords an den Armeniern 1915 errichtet.

Das 1967 eröffnete Monument wurde durch die Architekten Tarkhanian und Kalaschian entworfen. Auf einem riesigen Platz, der mit Basaltplatten ausgelegt ist, stehen in einem Kreis zwölf leicht geneigte, massive Pylonen, deren Spitzen gleichsam abgesägt sind. Im Innern des Kreises lodert eine ewige Flamme. Dies ist das symbolische Grab der mehr als 1,5 Millionen armenischen Frauen, Kinder und Männer, die zwischen April 1915 und Winter 1915-16 aus dem Ostteil des Osmanischen Reiches vertrieben und ermordet wurden. 

In der Nähe befindet sich ein 44 m hoher Obelisk, der die neue Lebenskraft des armenischen Volkes symbolisiert und die lange Klagemauer dominiert, auf der die Namen der betroffenen westarmenischen Dörfer und Städte mit eisernen Buchstaben eingraviert sind. 

Alljährlich am 24. April, am Gedenktag des Völkermords, pilgern Hunderttausende aus der ganzen Welt zum Jerewaner Hügel Tsitsernakaberd und legen Blumen an der Gedenkstätte nieder.