Haritschawank

Der Name des Dorfes Haritsch ist seit dem 2. Jh. vor Christus bekannt, zu grosser Bedeutung ist es jedoch erst durch die Gründung des gleichnamigen Klosters im 7. Jh. gelangt. Haritsch ist die letzte grössere Siedlung am Hang des Aragaz. 

Als erste Kirche war hier die Kirche des heiligen Grigor erbaut worden. Erst zu Beginn des 13. Jh. liess die Herrscherfamilie der Zaqharyan hier die heutige Hauptkirche, die Muttergotteskirche, errichten. Die übrigen Gebäude wurden bis ins 19. Jh. hinzugebaut: das Klostermuseum und die kleinen Gebäude, die für die Bewirtschaftung des Klosters unabkömmlich waren. 

Die Anlage diente früher als Sommerresidenz des Katholikos. In der Klosterschule Haritschawank studierten berühmte armenische Dichter des 20. Jh., wie Awetik Isahakyan (1887 - 1889).

Dieses Kloster war ein Wissenschaftliches Zentrum von Armenien. Heute wird in Matenadaran eine der ältesten Bibeln, die in Haritschawank im Jahre 1291 geschrieben wurde, behalten. Im Priesterseminar studieren auch heute viele Studenten, und das Kloster ist auch heute ein bedeutendes geistliches Zentrum.