Gandsassar

Das Kloster Gandsassar befindet sich in der Republik Arzach, nicht weit von der Hauptstadt Stepanakert. Stepanakert entstand am Anfang des 19. Jahrhunderts an der Stelle des Dorfes Wararakn, auf dem Territorium der heutigen Stadt. Die Stadt liegt an den östlichen Hängen der Arzachbergkette. Den ersten Stadtplan (1926) hat Alexander Tamanjan, der der Architektor der Hauptstadt Armeniens Jerewan war, gezeichnet. Eine der wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das Monument „Wir und unsere Berge“, das sich auf einem Hügel erhebt. Es wird oft „Oma und Opa“ genannt und stellt ein Ehepaar dar. In der Stadt gibt es auch viele andere sehenswerte Orte, die man besichtigen kann.

Das Kloster Gandsassar wurde 1216 von Johannes dem Täufer unter der Herrschaft vom Prinzen Hasan Djalalian, dem Schutzherrn des Klosters, gegründet. Das Wort „Gandsassar“ bedeutet Schatzberg auf Armenisch. Es war seit dem Mittelalter Sitz des Katholikos von Aghovanien. Obwohl sie offiziell dem Heiligen Stuhl von Etschmiadzin angeschlossen ist, hatte die Kirche von Artsach schon immer eine gewisse Autonomie und spielte eine beachtliche Rolle im intellektuellen Leben der Region. Noch vor der Errichtung der Hauptkirche, die dem heiligen Johannes geweiht ist, wurde im Jahre 1238 ein Narthex (Vorhalle) gebaut. Der Sitz des Katholikos von Aghovanien hat lange ein wichtiges Skriptorium Armeniens beherbergt. Es war bekannt auch als der heilige Stuhl von Gandzassar. Gandzasar ist heute der Sitz des Erzbischofs von Arzach, der von der Mutter des Heiligen Etschmiadsin der Armenischen Apostolischen Kirche ernannt wurde. Das Kloster liegt im Tal Chatschen. Es wurde aus rotem Tuff erbaut, aber mit der Zeit wurde es rotbraun. Hohe Mauern schützen den Klosterkomplex. Innerhalb des Komplexes befindet sich die Kathedrale von St. Johannes der Täufer. Die Vorhalle ähnelt sich einem Gawit. Seine Auswände haben verschiedene Verzierungen. Sie stellen zum Beispiel die Kreuzung von Jesus Christus, Adam und Eva dar. Das Kloster ist ein Meisterwerk der Architektur. Anatoli Jakobson, ein bekannter sowjetischer Kunsthistoriker aus dem Mittelalter, beschrieb Gandzassar als „eine Perle der Architekturkunst“. Die Domkirche von Gandzasaar teilt viele architektonische Formen mit den Hauptkirchen zweier anderer armenischer Klöster, die ebenfalls in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurden: die Klöster Howhannawank und Haritschawank. In der Zeit der Sowjetunion war die Kirche mit vielen anderen Kirchen auch in einem schlechten Zustand. Die Kirchen waren geschlossen, viele wurden zerstört. Priester wurden verfolgt. Im Jahr 1991 begann der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Das Kloster wurde während des Bergkarabachkriegs beschädigt. Am Ende des Krieges wurde es restauriert und eine Asphaltstrasse gebaut. Heute ist das Kloster für die religiösen Menschen in Armenien nicht nur ein Wallfahrtsort geworden, sondern auch ein touristisches Ziel für diejenige, die eine Reise nach Armenien und Arzach machen. In der Kirche werden viele Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen durchgeführt. Hier befindet sich auch der Dorffriedhof. In der Nähe des Klosters befindet sich auch ein anderes Kloster aus den 9-13. Jahrhunderten. Die Kirche des Klosters wurde im Jahr 1214 erbaut. Das Kloster bietet ein herrlicher Blick auf die Berge und Täler. Die Kombination des Klosters und der Natur macht dieser Ort ein idealer Ort für Ausländer und Einheimischen.