Goschawank

Das Kloster wurde nicht weit von den Ruinen eines älteren Klosters namens Getik errichtet, das 1188 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Das heutige Kloster wird manchmal auch als „Nor Getik“ (Neues Getik) bezeichnet. Es befindet sich im bewaldeten Tal des Dorfes Gosch in der Provinz Tawusch. Tawusch liegt im Nordosten von Armenien. Die Hauptstadt und größte Stadt der Provinz ist Idschewan. Der Name der Provinz leitet sich vom Tawusch-Kanton der historischen Provinz Utik des alten Armeniens ab. Diese Region ist bergig und bewaldet und beherbergt viele historische armenische Klöster, Kirchen, Burgen, Festungen und Chatschkare (Kreuzsteine). Das kulturelle Erbe und die Naturdenkmäler der Region ziehen eine große Anzahl von Touristen an.

In den 12-13. Jahrhunderten war Goschawank eines der wichtigsten religiösen und wissenschaftlichen Zentren im mittelalterlichen Armenien. Es wurde von Mchitar Gosch errichtet und trägt auch heute seinen Namen. Goschawank ist ein Meisterwerk der armenischen Architektur. Es haben eine Reihe talentvolle Architekten und Mauern gebaut. Man weiss nur die Namen von drei Personen: Architekt Mchitar, sein Schüler Howhannes und Bildhauer Poghos.

Mchitar Gosch ist in 1130er Jahren geboren (es gibt kein genaues Datum). Er war ein armenischer Gelehrter, Schriftsteller, Wissenschaftler, Denker und Priester. Viele Leute aus allen Seiten kamen zu ihm, um seine Schüler zu werden. Er hat auch das erste Gesetzbuch in armenischer Sprache verfasst. Gosch war auch ein richtiger Fabelmeister. Sein Ruf war überall

Zu dem Koplex gehören:

1. Die Kirche St. Gregor Lusaworitsch (der Erleuchter): Der Bau der Kirche wurde 1237 begonnen und 1241 beendet. Sie wurde vom Prinzen Grigor Tgha („tgha“ bedeutet „Junge“), der als Kind von der Familie Zakarjan adoptiert wurde. Deshalb erhielt er den Spitznamen „Tgha“.
Trotz ihrer geringen Grösse fällt die Kirche St. Gregor Lusaworitsch aus dem ersten Blick auf. Sie ist eine einschiffige Kirche mit einzigartigen Fenstern an östlichen und westlichen Wänden. Die Bögen der Kirche lassen die Kirche größer erscheinen, als sie tatsächlich ist. Das Interieur ist sehr beeindruckend. Der Altar ist mit Bögen und geometrischen Mustern verziert.

2. Poghos Chatschkar (Kreuzstein): Die von Poghos geschnitzten Kreuzsteine haben ihren einzigartigen Platz in der Kreuzsteinkunst.

3. Gawit: Gawit hat vier Säulen und wurde 1197-1203 hinzugefügt. In der Mitte des Daches wurde eine achtseitige Kuppel errichtet. Der Bau des Gawits wurde von Zakarjan Brüdern finanziert. Dieser Gawit ist durch eine Säulengalerie mit einem weiteren Gebäude, dessen Erdgeschoss als Bibliothek (1241) diente, verbunden. Es wird vermutet, dass im ersten Stock der Glockenturm (1291) untergebracht war.

4. Die Muttergotteskirche ist die Hauptkirche des Klosters und wurde in den Jahren 1191-1196 gebaut. Der Fürst Wachtang von Haterk (Arzach) und seine Frau haben den Bau finanziert. Der Haupteingang wurde 1197 hinzugefügt. Kreuze und Inschriften sind an den Wänden der Kirche geschnitzt. An der Westfassade befindet sich eine Sonnenuhr.

5. Auditorium: Historische Quellen erwähnen über die Existenz einer Schule aus dem frühen 13. Jahrhundert, die als pädagogisches Institut und Universität bezeichnet wird.

6. Mchitar Gosch Mausoleum: Im Westen von St. Geworg Kirche baute Mchitar Gosch Kapelle-Mausoleum Heiliger Himmelfahrt. Er ist dort begraben. In der Nähe baute er auch die Kirche des Heiligen Geistes, die jedoch nicht erhalten ist.

Zu dem Komplex gehören auch Bibliothek, St. Grigor Kirche, Kapellen und St. Geworg Kirche.

Das Kloster Goschawank ist ein heiliger Ort. Es stand nicht nur im Mittelpinkt der Aufmerksamkeit der Armenier, sondern auch der Ausländer. Die Natur in der Umgebung ist auch wunderbar. Deshalb ist es eins der besten Besuchsorten in Armenien.