Hawuts Tar

Hawuts Tar ist ein unmauertes Kloster aus dem 11. Bis 13. Jahrhundert, das in der Kotajk Provinz liegt. Es befindet sich auf einem Vorgebirge entlang des Azat Flusstals gegenüber den Dörfern Goght und Garni. Kotajk befindet sich im zentralen Teil Armeniens. Die Hauptstadt ist Hrazdan, die grösste Stadt ist Abowjan. Es ist nach dem Kanton Kotajk der historischen Provinz Ayrarat im alten Armenien benannt. Kotajk ist die einzige Provinz in Armenien, die keine Grenzen mit dem Ausland hat. In Kotajk befinden sich viele antike Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen, dsrunter der Tempel Garni aus dem 1. Jahrhundert, die mittelalterliche Bdschni Festung, das Kloster Ketscharis aus dem 11. Jarhundert und das Kloster Geghard aus dem 13. Jahrhundert.

Es dauert 30 Minuten, um die Ruinen des Klosters über den Weg Hawuts Tar zu erreichen. Auf dem Weg können Kreuzsteine besichtigt werden.

Auch in der Nähe des Klosters in einem kleinen Feld sind ein grosser Kreuzstein und ein kleines zerstörtes Denkmal. Nicht weit von hier sind Festungsmauern und Ruinen des Klosterkomplexes. Bevor man das Kloster betritt, führt ein kleiner Pfad zu einem Hügel. Am Ende des Pfades sind die Ruinen einer kleinen Kapelle mit zwei grossen Kreuzsteinen.

Der grosste Teil des Klosters wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut. Nach einem Erdbeben im Jahr 1679 wurde es zerstört. In den folgenden Jahrhundereten wurde der Komplex wiederaufgebaut und restauriert.

Der östliche Ausläufer von Hawuts Tar ist von einer Festungsmauer umgeben, die aus grob behauenen Steinen besteht, die fest zementiert sind. Der Zugang zum Kloster erfolgt durch einen bogenförmigen Eingang an der südöstlichen Ecke, die mit dem Hauptweg verbunden ist. Innerhalb seiner Grenzen sind zwei Kirchen in der Mitte positioniert (die Hauptkirche mit intakten umliegenden Mauern und die Ruinen eines anderen angrenzenden), die Ruinen eines Gawits zur Hauptkirche, Klostergebäude entlang eines Teils der nördlichen und südlichen Innenwände, gewölbte Gastkammern und eine grosse unterirdische Kammer, die wahrscheinlich als Handschriftenbibliothek an der Südwand diente.

Die Hauptkirche zeichnet sich durch das dekorative Relief aus, das an den Aussen- und Innenwänden zu finden ist. Es gibt einen einzigen Eingang zur Kirche von Westen durch eine hoch dekorierte Fassade, die gebrannten Orange und dunkelgrauen Tuff verwendet, um seine einzigartigen architektonischen Details hervorzuheben. Eine ähnliche Technik wird auch im Innenraum verwendet. Schnitzereien von Vögeln zieren das Tympanon über dem westlichen Portal, die südliche Aussenmauer und eine der Nischen im Inneren. Der Bau einer neuen Kirche begann im Jahr 1772, aber die Arbeit wurde nicht abgeschlossen.

Auf dem westlichen Aufschluss auf einem Hügel mit Blick auf das Tal ist eine Struktur, die oft als Amenaprkich Kirche (die von der anderen Seite der Schlucht bis zum Garni-Tempel gesehen werden kann) mit einer kleinen Anzahl von Gräbern in der Nähe bezeichnet. Die historischen Berichte erwähnen, dass Gevorg Marzpetuni die Kirche ursprünglich im 10. Jahrhundert gebaut hatte. Einige Quellen weisen darauf hin, dass Amenaprkich die Hauptkirche des östlichen Aufschlusses ist.

Die Amenaprkich Kirche ist kuppelförmig, wobei die zylindrische Trommel und die Kuppel zusammenfallen. Die Aussenwände sind in einem abwechselnd schachbrettartigen Muster aus gebranntem Orange und dunkelgrauem Tuff aufgebaut. Die Struktur wurde mit zwei vertikalen Nischen an der östlichen Wand gebaut, um insgesamt Stärke und Stabilität zu bieten, sowie die Widerstandsfähigkeit gegen Einsturz während Erdbeben zu erhöhen. An den südlichen und westlichen Aussenwänden sind einige Inschriften zu sehen.

Die Ruine einer kleinen gewölbten Kirche, die später aus grauem Basalt gebaut wurde, ist neben der südlichen Aussenmauer von Amenaprkich angebracht. Ein großer Teil der angrenzenden Struktur ist seither kollabiert und liegt an der Basis des darunter liegenden Hügels.

Touristen, die eine Reise in Armenien machen, haben eine Chance das Kloster und seine Umgebung zu geniessen und wunderbare Eindrücke zu bekommen.