Metsamor

Die archäologischen Ausgrabungen, die 1965 begonnen wurden, haben verschiedene Siedlungsschichten zu Tage gefördert: die älteste stammt aus dem Neolithikum, dann folgen drei bronzezeitliche Schichten, zwei aus der Eisenzeit (vorurartäisch, urartäisch), eine aus der Antike und eine aus dem Mittelalter. Bereits in der frühen Bronzezeit (3. - 2. Jh. v. Chr.) war Metsamor eine Wiege der Zivilisation. Eines der ersten Zentren metallurgischer Weiterentwicklung befindet sich hier. Kult- und Alltagsgegenstände, die als Grabbeigaben fungierten, zeigen deutlich, dass es bereits in der Bronzezeit eine Hierarchisierung der Gesellschaft gab.

Die Münzen aus aller Herren Länder, die hier gefunden wurden, ein froschförmiger achatener Gewichtsstein, der einem Babylonier gehört hat (16. Jh. v. Chr.), oder ein Karneolsiegel aus Ägypten mit Hieroglypheninschrift (15. Jh. v. Chr.) beweisen, dass sich Metsamor einst am Kreuzungspunkt verschiedener wichtiger Handelswege befand.

Heute sind die fast 2200 Artefakte im Museum von Metsamor, in der Nähe der Ausgrabungsstätte, ausgestellt.