Sanahin

Das Kloster erlebte seine erste Blütezeit um 979. Zu dieser Zeit wurde das Königreich von Taschir-Tzoraget gegründet und Sanahin zum Bischofsitz erhoben. Sanahin wird in den mittelalterlichen Manuskripten ab Anfang des 10. Jh. erwähnt. 

Berichten zufolge, die vom Chronisten Stephan von Taron stammen, gab es im 11. Jh. 500 Mönche, die in den Klöstern von Sanahin und Haghbat lebten und arbeiteten. Gegen Ende des 10. Jh. war Sanahin schon das wichtigste geistige Zentrum des ganzen Königreichs von Taschir-Tzoraget und dazu auch eines der berühmtesten von ganz Armenien. In der Akademie des Klosters, die mit dem Namen Grigor Magistros Pahlavuni verbunden ist, lehrte man die im Mittelalter üblichen septem artem liberales, die „sieben freien Künste”, aber auch Medizin, Malerei, und insbesondere die Kunst der Miniaturmalerei. Die Mönche von Sanahin waren so angesehen, dass sie häufig die Botschafter als Berater ins Ausland begleiteten.