Tatew

Das Tatew Kloster ist ein wichtiges touristisches Ziel in Armenien. Es ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen armenischen Architektur und bietet schöne Natur und reiche Geschichte. Das Kloster befindet sich in der fabelhaften Sjunik Provinz. Sie befindet sich im südlichen Teil Armeniens und ist der grösste und malerischste in Armenien. Sie ist mit wundervollen Landschaften geschmückt, die von der Kette der Sangesur-Berge geschaffen wurden. Sjunik ist bemerkenswert wegen seines grossen Höhenunterschieds. Der höchste Punkt ist der Berg Kaputdschugh (3.906 m), und der niedrigste ist die Vertiefung in der Megrin Schlucht (375 m). Diese Region wurde nach dem historischen Sjunik-Gebiet benannt, das das grösste in Grossarmenien war.

Das Tatew Kloster wurde zwischen 9.-13. Jahrhunderten erbaut. An seiner Stelle befand sich davor ein heidnischer Tempel. Nach einer Legende predigte Eustateus, ein Schüler des heiliges Apsotels Thaddeus, in dieser Region. Er wurde für seinen Glauben getötet. Nach einer anderen Version ist es mit der Konstruktion der Hauptkirche verbunden. Der Lehrjung versuchte das Kreuz auf der Spitze der Kirche zu legen. Dabei fiel er in die tiefe Schlucht hin. In diesem Moment rief er „Togh Astvats indz ta tew“ (Möge der Gott mir Flügel geben).

Im vierten Jahrhundert wurde auf den Reliquien von St. Eustateus eine kleine Kirche gebaut. Es war die erste Kirche des Klosterkomplexes. Im fünften Jahrhundert wurde die Kirche zum Wallfahrtsort. Bis zum 8. Jahrhundert wurde der Name Tatew nirgendwo erwähnt.

Man kann das Kloster mit dem Verkehrsmittel sowie mit der Seilbahn erreichen. Die Seilbahn ist vom Dorf Halidzor bis Tatew. Sie wurde 2010 eröffnet und ist die längste Seilbahn der Welt.

Tatew befindet sich auf einem Felsvorsprung und bietet einen Blick auf die Schlucht Worotan. Es ist mit Mauern umgeben, die es von Norden und Westen schützen. Der Klosterkomplex umfasst viele Gebäude. Dazu gehören die Ruinen der Kirche Heiliger Eustateus, Tatew-Matenadaran Museum, Zellen und Räume, Grigor Tatewatsi Mausoleum, Refektorium, eine Schule aus dem 18. Jahrhundert usw. Die Kirche St. Paul und Peter ist das älteste, grösste Gebäude im Komplex. Sie ist den zwei Aposteln von Jesus Christus gewidmet. Auf der linken Seite dieser Kirche befindet sich das kleine Mausoleum von Grigor Tatewatsi, das auf dessen Grab errichtet wurde. Das Mausoleum wurde kirchenartig mit Bögen, einem Dach und einer kleinen Kuppel erbaut. An der Wand gibt es verschiedene Kreuzsteine. Die anderen zwei Kirchen sind St. Gregor der Erleuchter und St. Maria (Muttergotteskirche).

Die Kirche Gregor des Erleuchters wurde 1295 erbaut. Nach historischen Angaben, ersetzte sie eine ältere Kirche aus den Jahren 836-848. Es ist eine einschiffige Kirche mit einer halbkreisförmigen Apsis und gewölbtem Dach. Das Heiligtum enthält bescheidene Schnitzereien.

Die Muttergotteskirche ist eine kleine Kapelle-Kirche, deren Gestaltung nicht typisch für armenische Kirchen ist. Sie stellt eine kleine zweistöckige vertikale Struktur mit einer schönen hölzernen Eingangstür dar.

Tatew wurde während seiner langen Geschichte wegen der Invasionen und Erdbeben vielmals erlitten. Die armenischen Mönche, die hier lebten, haben eine Säule gebaut. Damit haben sie Erdbeben vorausgesehen. Sie hatte eine drehbare Basis. Sie Säule schwankte, als der Boden sich zu bewegen begann.

Das Kloster war in seiner Zeit sehr bekanntes pädagogisches, kulturelles und wissenschaftliches Zentrum. Es hatte viele Dörfer in seiner Besatzung. Hier hat man viele bewahrte Manuskripte gefunden. Die Universität von Tatew war die beste in Armenien.

Die Provinz Sjunik und das Tatew Kloster sind wichtige Besuchsorte in Armenien, die eine Reise nach Armenien unvergesslich machen.