Tegher

Tegher ist eine Klosteranlage aus dem 13. Jh. Wie eine dunkle Festung thront sie am Südhang von Aragaz, über der Schlucht des Archaschjan. Die Anlage wurde von der Fürstenfamilie Watschutyan, vor allem von der Frau des Fürsten Vatsche errichtet.

Die Gegend lädt zum Verweilen und Geniessen wunderbarer Ausblicke ein. Wohin das Auge reicht, erstreckt sich ein breites Tal, das am Horizont von schneebedeckten Gipfeln umgrenzt wird. Es gibt sogar Picknickplätze mit Bänken und Tischen.

Interessanterweise wurde Tegher trotz seiner Schönheit und architektonischen Einzigartigkeit von Historikern nie erwähnt. Die Hauptinformation über seine Konstruktion, Hingabe und Arbeit ist aus einer Inschrift der Kirche selbst bekannt.

Das Kloster besteht aus zwei Teilen, der Hauptkirche und dem Gavit. Die Hauptkirche heisst St. Astvatsatsin (Heilige Muttergotteskirche).

1467 baute Lehrer Sargis aus Bjurakan Mauern um das Kloster herum. Das Erdbeben von 1948 beschädigte einen beträchtlichen Teil des Klosters. Restaurierungen wurden jedoch in den 1950er Jahren durchgeführt. Zusätzliche Arbeiten wurden 1970 organisiert. Dieses Kloster hat die schweren Zeiten der mongolischen Invasionen überstanden.

Im Garten der Kirche stehen ein paar Bäume. Man kann die Früchte, die auf diesen Bäumen wachsen, essen. Man kann in der Kirche eine Kerze anzünden und an der Messe teilnehmen.

Der Architekt der Kirche ist Wardapet Aghbajrik.

Es ist nicht nur die schwarze Farbe, die diese Kirche von den anderen armenischen Kirchen abhebt. Im Gegensatz zu anderen Kirchen, die von Menschen mit mehr Enthusiasmus dekoriert wurden als ihre eigenen Häuser, fehlt Tegher jegliche Dekoration, einschliesslich Bilder, Inschriften und Mauerwerk. Es gibt in der Hauptkirche aber einige geschnitzte Kreuze.

Eine der architektonischen Besonderheiten von Tegher sind die zweistöckigen Mausoleen, die den Gawit besetzen.

Es gibt einen anderen möglichen Grund für Teghers Mangel an Ruhm, und es ist mit dem Namen verbunden. Das Dorf Tegher hiess einst Degher (was „Medizin“ bedeutet). Das Dorf erhielt den Namen wegen der Heilkräuter, die hier einst wuchsen. Diese Kräuter wurden oft verwendet, um armenische Soldaten zu heilen. Daher konnte das Tegher-Kloster ein Haus für Menschen sein, die Glauben und Hilfe brauchten, weshalb zusätzliche Verzierungen nicht berücksichtigt wurden.

Die besten Jahreszeitem, um Tegher zu besuchen, sind Frühling und Herbst. In dieser Zeit ist die Natur hier besonders schön und atemberaubend. Das Grün, das die nahegelegenen Hügel bedeckt, bildet eine einzigartige Kombination mit der schwarzen Farbe der Kirche.

Um die Kirchen herum gibt es eine Reihe von Khatchkars (Kreuzsteinen). Diese Werke, die für Armenien typisch sind, können in allen Kirchen des Landes gefunden werden, sogar in jenen, die für keine Dekorationen bekannt sind.

Diese Kreuzsteine wurden zum Gedenken an die Stifter des Klosters gemacht. Dies war in der armenischen Geschichte sehr üblich. Die reichen Menschen haben oft Kirchen erbaut und Kreuzsteine bestellt. Auf solche Weise hofften sie auf sanftere Einstellung am Jüngsten Tag. Die Kreuzsteine haben wie die Kirche schwarze Farbe.

Obwohl das Tegher Kloster weniger bekannt unter anderen heiligen Orten ist und keine goldenen Tassen und Gemälde, Bücher, aufwändige Dekorationen und Verzierungen bietet, ist es sicherlich beeindruckend und schön mit seiner Einfachheit und strenger geistigen Atmosphäre. Es ist ein besuchtes Touristenziel in Armenien.