Abowjan Strasse

Abowjan Strasse, die Hauptverkehrsader von Jerewan, wurde im Jahre 1869 zu Ehren des Gouverneurs General-Major Astafjew benannt, aber die Einheimischen nannten sie mit armenischer Variante Astafjan. Da sie die erste geplannte Strasse war, verstanden die Leute mit dem Wort Plan die Astafjan Strasse. Wenn die Bewohner Plansspitze («Plani gluch») sagen, ist die Abowjan Park mit dem Denkmal von Khachatur Abowjan zu verstehen. Nach dem Stadtplan von A. Tamanjan, der das heutige Stadtbild von Jerewan maßgeblich geprägt hat, kamen das Ende der Strasse und der Stadt gleich.

Danach wurde die Straße nach dem Vater der modernen armenischen Literatur und Pädagogik, dem Dichter und Erläuchter Khachatur Abowjan benannt. Die Strasse beginnt vom Norden des Republiksplatzes und endet mit dem runden Platz (PLansspitze) mit ein paar verbliebenen schönen alten Bürgerhäusern und vielen modernen Glassfassaden, mit schwarzen und rosa Fassaden.

 

Die Strasse hat 1.5 Jahrhundertealter Geschichte. Am Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert war die Strasse ein politisches, ökonomisches, kulturelles, Geschäfts-und Handelszentrum von Jerewan. Als ein lebender Zeuge widerspiegelt sie die Geschichte des alten Jerewans. Es ist eine harmonische Mischung zwischen Alt und Neu. Hier befinden sich einige historische Baudenkmäler, die das alte Kolorit der Stadt bilden. Hier waren die Kirchen Peter-Paul (5. Jhr) und Katoghike (13. Jhr.). Die beiden Kirchen wurden ruiniert, dann nur die Kirche Katoghike restauriert und mit einem großen Kirchenanbau versehen wurde. Hier wird derzeit die neue Stadtresidenz des Katholikos errichtet. Die Kirche und Stadtresidenz sind an der Ecke der Kreuzung von Straßen Sajat-Nowa und Abowjan zu sehen.

Nicht weit von der Kirche steht die Jeritasardakan U-Bahnstation, daneben ist das Denkmal eines der armenischen prominenten Dichters Awetik Isahakjan bemerkenswert. Vor dem Observatorium der Straße steht das Denkmal des berühmten Astrophysikers Wiktor Hambardzumjan. Hier gibt es auch eine Gedenktafel zum Gedenken an die ungarischen Kriegsgefangenen, die während des Zweiten Weltkrieges in Armenien gefallen sind und an die in Ungarn getöteten armenischen Soldaten.

An der rechten Ecke der Puschkin mit der Abowjanstrasse ist eines der schönsten Häuser Jerewans zu sehen, das Chansadjan-Haus, und beinahe gegenüber das sehenswerte Melikjan-Haus.

Auf der rechten Seite der Straße öffnet sich ein Platz mit einem Springbrunnen mit Figuren der 12 Sternzeichen. Benannt ist der nach Charles Aznavour. Auf dem Aznavour Platz stehen derzeit die modernen Skulpturen aus unnötigen Abfällen. Man kann auch auf dem Boden des Platzes mit riesigen Figuren Schach spielen. Der Platz wird vom Nobelhotel Golden Tulip Jerewan und dem Kino Moskau im klassischen Sowjetstill flankiert. Gegenüber steht das Gebäude des staatlichen russischen Dramentheaters namens K. Stanislawski.

Etwas weiter nördlich fallen an der linken Straßenseite kindliche Kunstwerke in einer Galerie auf. Das ist die Staatliche Kinderkunstgalerie.

Nicht weit vom Republikspatz befindet sich die Konzerthalle namens des bekannten armenischen Kompositors Arno Babadjanjan, wo armenische Musiksfestivale und Konzerte durgeführt werden und wo man die armenische Kunst während ihrer Reise in Jerewan kennenlernen kann.

Im Jahre 2013 wurde auf der Abowjanstrasse das Denkmal von weltberühmten armenischen Musikanten Jiwan Gasparjan und seinen zwei musikalischen Freunden errichtet. Jiwan Gasparjan hat armenisches Nationalinstrument Duduk und die Musik weltweit verbeitet und bekanntgemacht. Duduk (in Armenien seltener auch Tsiranapogh „Aprikosenrohr“) ist ein Aprikosenholzblassinstrument mit einem extrem grossen Doppelrohrblatt, und ist auch als „armenische Flöte“ bekannt.

Republikanisches Zentrum für ästhetische Erziehung, Armenische staatliche Philarmonic Halle, Nationales Olympisches Komitee von Armenien, Ministerium für Sport und Jugendangelegenheiten, Ministerium für Energie und natürliche Resourcen, Ministerium für territoriale Verwaltung und Auswärtiges Amt befinden sich auch auf dieser Straße.

Mit wichtigen Sehenswürdigkeiten, vielen gemütlichen Cafés und Restaurants, netten Boutiquen und faszinierender Atmosphäre lädt die farbenfrohe Strasse zu schönen Spaziergängen und Treffen ein. Besonders im Sommer, wenn die Strassencafés geöffnet sind, kann man unter Jazzklängen die Strasse schön erleben, die Reise nach Jerewan attraktiver machen.