Kunst und Kultur

An erster Stelle stehen die Volksmusik, die geistliche und klassische Musik  und seit kurzem auch die Jazzmusik.

Der Komponist Aram Chatschaturjan, international bekannt für seine Balletts, aber vor allem für den Säbeltanz aus dem Ballett „Gayaneh”, sowie der bekannte Komponist und Sänger Komitas gehören zu den bekanntesten armenischen Musiker. Wir laden Sie auf eine musikalische Rundreise ein, bei der jede Besichtigung einer neuen Sehenswürdigkeit, von einem Konzert umrahmt wird. Es ist ausserdem interessant, einen Aufenthalt in Armenien zu nutzen, um sich in das Duduk, das traditionelle Instrument, schlechthin einführen zu lassen.

Tanz
Der Tanz geht einher mit Festfreuden und armenischen Volksfesten. Er enthüllt die altüberlieferten Bräuche und gelebten Traditionen des armenischen Lebens. Die Kotscharis werden als ländliche Tänze in ihrer ursprünglichsten Form angesehen. Oftmals auch als der Nationaltanz bezeichnet, gibt es viele verschiedene Tanzarten welche die Bewegungen des „Kotsch”, eine Art Schafbock in der Mythologie, widerspiegeln. Nutzen Sie Ihren Aufenthalt in Armenien um einen oder mehrere dieser traditionellen Tänze, entweder in Form eines Intensivkurses oder in einzelnen Unterrichtsstunden zu erlernen.

Malerei
Martiros Sarjan (geboren am 28. Februar 1880 in Rostow am Don, gestorben am 5. Mai 1972 in Jerewan) ist ein armenischer Maler der oftmals als Vater der modernen armenischen Malerei bezeichnet wird. Als dieser Armenien entdeckt, fühlt er eine unglaubliche Leidenschaft für das Land, und hat niemals aufgehört es auf „von Licht durchfluteten und vor Farbe schwingenden Gemälden” darzustellen. Als Erster entwickelte er einen persönlichen Stil, basierend auf den Traditionen der altarmenischen Buchmalerei. Sein Malstil ist bewusst lebensfroh, leuchtend und farbintensiv. In Jerewan kann man sein Privathaus (heute Haus-Museum) besuchen, in dem er zu Lebzeiten wohnte. Klein und adrett zeigt es seine wunderschönen Zeichnungen (Erdgeschoss), seine Gemälde und sein Atelier (2 Stockwerke).

Film
Sergei Paradjanow (1924-1990) ist einer der Meister des modernen armenischen Filmes, bekannt für seine Filme „Feuerpferde”, „Sayat Nova”, „die Farbe des Granatapfels” . Der georgische Filmemacher armenischer Herkunft, hat seine Werke Armenien vermacht, und es wurde nach seinem Tode beschlossen, sein ehemaliges Haus in Tiflis, in Jerewan wiederaufzubauen. Die Exponate aus der Hinterlassenschaft des Filmemachers Paradjanow, die keinem Genre eindeutig zugeordnet werden können, enthüllen hier weitere Facetten des kreativen Genies: Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Montagen und auch geschmückte Hüte.

Literatur & Dichtung
Armenien wird im Jahre 301 christlich, und von diesem Zeitpunkt an entwickelt sich seine Literatur parallel zur Dichtkunst. Die Anfänge der historiografischen Literatur gehen bereits auf das 5. Jh. zurück. Ab dem 10. Jh. entwickelt sich der Roman und vor allem die Dichtung. Im 19. Jh. spricht man von der Geburt der armenischen literarischen Revolution: (Abowjan, Raffi, Tumanjan, Demirdschian), sowohl im Land selbst als auch ausserhalb, aufgrund der armenischen Diaspora. Im 20. Jh. zählt man Parujr Sewak (1924 – 1971) zu den beliebtesten armenischen Dichtern. Autor des Buches „Es werde Licht”, steht für das wahre Wort, Freiheit und Liebe.

Schrift und Manuskripte
Die armenischen Bücher haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, von den ersten Manuskripten bis hin zu den gedruckten Büchern. Grösstenteils religiösen Inhaltes, sind diese oftmals künstlerisch bemalt. Die regionalen Stile entwickeln sich, vor allem in Sjunik oder in der historischen Region von Vaspurakan. Besuchen Sie das Matenadaran in Jerewan, eines der weltweit reichsten Archive für Handschriften und Dokumente, dort wo das Maschtots Institut seine Forschung zu alten Manuskripten betreibt. Das Gebäude des Matenadaran wurde im Jahre 1957 vom Architekten Marc Grigoryan erbaut, um die Handschriften der armenischen Kirche aufzubewahren und zu erforschen. Das Museum hat über 17 000 Manuskripte und rund 300 000 Archivdokumente. Eine monumentale Treppe führt zur berühmten Statue von Mesrop Maschtots, mit seinem vor ihm knieenden Schüler Koyrun. Eine Hommage von Ghukas Tschubarian, an den Schöpfer des armenischen Alphabetes. Wir organisieren Führungen zum Matenadaran, in Etschmiadsin.

Architektur
Armenien hat sich ein sehr umfangreiches architektonisches Erbe, bestehend aus Klöstern, Kirchen und Kapellen, aufgebaut. Man findet hier – sowohl im Land, als auch im historischen Siedlungsgebiet Armeniens – eine einzigartige Form der christlichen Architektur. Der Grossteil der Bauten, vor allem charakterisiert durch die Kuppeln, sind geistlichen Ursprungs. Lernen Sie bei unserer Führung mit einem Architekten die Fein- und Eigenheiten dieser Architektur zu entschlüsseln.

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